Corona-Info

Fachperson GEP

Als Ergänzung zum GEP-Musterpflichtenheft bietet der VSA die Ausbildungsreihe «Fachperson GEP» an. Die Ausbildungsreihe beinhaltet drei Fachkurse und vermittelt die wichtigsten Inhalte der GEP und richtet sich im Besonderen an jüngere Ingenieurinnen und Ingenieure. Die Fachperson-Ausbildung soll in erster Linie einen Teil der Ausbildung „on the job“ ersetzen. Sie schliesst die Lücke zwischen der Grundausbildung auf Hochschulstufe und dem Erfahrungswissen aus der Berufspraxis.

Zertifikat «Fachperson GEP»

Das Kursangebot ist in drei Fachkurse unterteilt, welche einzeln buchbar sind. Für jeden Fachkurs wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Zur Erlangung des Zertifikats «Fachperson GEP» muss für jeden Kurs eine Prüfung abgelegt werden. Die Reihenfolge, in welcher die Fachkurse besucht werden, spielt dabei keine Rolle. 

Einzelkurse

Alle drei Fachkurse können selbstverständlich auch als Einzelkurse ohne Abschlussprüfung besucht werden. Den Kursteilnehmenden wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. 

Voraussetzungen

Abgeschlossenes Studium und erste Erfahrungen bei der Bearbeitung von GEP (weitere Details in den einzelnen Kursbeschrieben unten).

Detailinformationen zu den Fachkursen

Dauer
2 Tage

Zielpublikum
Junge Ingenieur/innen, erfahrene Ingenieur/innen mit Ersteinstieg im GEP-Bereich, Mitarbeitende von Kantonalen Aufsichtsbehörden oder Baudirektionen.

Voraussetzungen
Erste Erfahrungen bei der Bearbeitung von GEP oder allgemein im Bereich Siedlungsentwässerung
von Vorteil. 

Inhalte
Thema des Fachkurses ist der Generelle Entwässerungsplan (GEP) als zentrales Planungsinstrument der Siedlungsentwässerung. Im Kurs wird aufgezeigt, wie ein GEP organisiert, erarbeitet und genutzt wird. Für alle Teilprojekte des GEP wird eine Übersicht über den Inhalt gegeben, wobei ausgewählte Aspekte vertieft betrachtet werden. Zudem wird auf die Sicht von Gemeinden und Behörden eingegangen.

Prüfung
Bearbeitung und Präsentation eines Fallbeispiels, Beantwortung ergänzender Fragen (mündlich). 

Ziele
Die Teilnehmenden lernen, was ein GEP beinhaltet und können erläutern, welche Rolle er in der Umsetzung der Siedlungsentwässerung einnimmt. Zudem wissen Sie, welche Stellen beteiligt sind, was deren Aufgaben sind und können erklären, wie die einzelnen Teilprojekte ineinander greifen. Für die vertieft betrachteten Teilprojekte kennen sie die Vorgehensweise für die Erarbeitung und die wichtigsten Grundlagen.

Dauer
2 Tage

Zielpublikum
Der Kurs richtet sich an Ingenieur/innen mit Erfahrung in der generellen Entwässerungsplanung, Mitarbeitende von kantonalen Gewässerschutzfachstellen oder Baudirektionen, welche GEP und ähnliche übergeordnete Entwässerungsplanungen begleiten und genehmigen. Er bietet einen Ersteinstieg in die Planungsabläufe zur Beurteilung der Gewässerbelastung durch die Einleitung von entlastetem Misch- oder Niederschlagsabwasser in die Gewässer nach der VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter».

Voraussetzungen
Sie haben bereits bei der Erarbeitung eines GEP/VGEP mitgewirkt, idealerweise in den Teilprojekten Gewässer und Entwässerungskonzept und bringen im Idealfall Erfahrungen mit hydraulischen Berechnungen/Simulationswerkzeugen mit.

Inhalte
Der Fachkurs zeigt auf, wie im Rahmen von übergeordneten Entwässerungsplanungen (GEP, VGEP o.ä.) der Einfluss der Einleitungen von entlastetem Misch- oder Niederschlagsabwasser auf die Gewässer nach der VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter» beurteilt werden kann. Ein Fokus liegt dabei auf der Arbeit in einem interdisziplinären Team und der Abklärung der Notwendigkeit einer Massnahmenprüfung nach STORM. Dabei werden auch die Grundzüge der Gewässeruntersuchung vermittelt und die Rolle des GEP-Ingenieurs anhand eines praktischen Beispiels am Gewässer erläutert.

Ein besonderes Augenmerk wird zudem der Massnahmenplanung selbst gewidmet und mögliche Massnahmen im Siedlungsgebiet, im Kanalnetz und im Gewässer aufgezeigt. In kleineren Gruppen werden Fallbeispiele analysiert und Lösungsansätze gemeinsam erörtert.

Prüfung
Informationen folgen demnächst.

Ziel
Die Teilnehmenden sind in der Lage mit der VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter» zu arbeiten und wissen, welche Module im Rahmen der übergeordneten Entwässerungsplanung relevant sind. Sie kennen die Planungsabläufe für die Beurteilung von Niederschlags- und Mischabwassereinleitungen sowie die Massnahmenprüfung nach STORM. Sie haben ein ganzheitliches Verständnis der Massnahmenplanung zur Verminderung des Einflusses der Siedlungsentwässerung auf die Gewässer und sind in der Lage einen fachlichen Austausch im interdisziplinären Team mit Gewässerökologen zu führen.

Dauer
2 Tage

Zielpublikum
Junge Ingenieur/innen, erfahrene Ingenieur/innen mit Ersteinstieg im Bereich Abwasserhydraulik.

Voraussetzungen
Hydraulik-Grundlagen aus Studium bekannt. Erste praktische Erfahrungen im Bereich Abwasserhydraulik von Vorteil (Detailhydraulik, Netzberechnungen, Dimensionierungen).

Inhalte
Der Fachkurs lehrt die Grundlagen der hydraulischen Dimensionierung und Gestaltung von Abwasserbauwerken anhand der geltenden Normen. Übungen zu den Themen Rohrbemessung, Vereinigungsbauwerke, Regenüberläufe und Absturzbauwerke vertiefen die erlernten Grundlagen und runden den Fachkurs ab.

Prüfung
Mündliche Abschlussprüfung.

Ziel
Die Teilnehmenden wissen, wie sie Abwasserbauwerke hydraulisch dimensionieren, überprüfen und gestalten. Zudem kennen Sie die Grundlagen, mit denen sie diese Berechnungen und Gestaltungen durchführen können.

Aktuelle VSA-Veranstaltungen

09. – 10.02.2021
CHF 920.00
CHF 1’070.00