Corona-Info

Online-Seminare

Der VSA bietet Fachleuten die Möglichkeit sich an Online-Seminaren weiterzubilden und auszutauschen. Die Seminare werden häufig in Zusammenarbeit mit der eawag angeboten. Zirka monatlich einmal, jeweils um 17:00 Uhr findet ein Inputreferat mit anschliessender (kurzer) Diskussion zu einem bestimmten Thema statt. Die Seminare dauern maximal 60 Minuten.

Kostenlos und unkompliziert zugänglich
Das Angebot ist kostenlos und per Zoom frei zugänglich. Auf dieser Website finden Sie jeweils die geplanten und die bereits durchgeführten Online-Seminare. Die Aufzeichnung stehen auch nach dem Live-Seminar als Videostream zur Verfügung.

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an webinar@vsa.ch

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Nächstes Online Seminar wird demnächst bekannt gegeben. Wir informieren Sie über den Newsletter.


Ausgestrahlte Online-Seminare (Archiv, alphabetisch)

Mann vor 2 Bildschirmen, Titelbild Webinar AnalytikdatenInhalt:

Seit kurzem ist die Empfehlung Analytikdaten im VSA-Shop verfügbar. Sie soll verschiedenen Nutzern der Daten von zentralen ARA Unterstützung bieten bei der Planung von Messkonzepten, bei der Qualitätssicherung und bei der Visualisierung und Berichterstattung. Neben der Zusammenstellung der nötigen Messungen für verschiedene ARA-Typen, wird darauf eingegangen, mit welchen Bilanzen die Messungen überprüft werden können.

Referent:

Patrick Graf (früher Kt. LU, heute Holinger AG) legt in seiner Präsentation dar, wie die Empfehlung eingesetzt werden kann um mit überschaubarem Aufwand die Datenqualität und damit den Nutzen der Daten für ARA-Betreiber zu verbessern.

Inhalt:

In der Schweiz ist der Anschlussgrad an zentrale Abwassersysteme flächendeckend hoch. Mehr und mehr Gemeinden auch im ländlichen Raum müssen sich in den nächsten Jahren um die Erneuerung ihrer Infrastruktur Gedanken machen. Ohne Subventionen könnten zentrale Systeme in dünn besiedelten Regionen für die Gemeinden teuer werden. Modulare Technologien für dezentrale Abwassersysteme versprechen, günstiger und flexibler zu sein. Einige können Stoffströme separieren und die Rückgewinnung von Ressourcen aus dem Abwasser verbessern. Ihr Einsatz hat aber eigene, spezifische Nachteile. Eine gute Entscheidung für ein zukünftiges Abwassersystem braucht daher die Abwägung der Vor- und Nachteile aller Systeme unter Einbeziehung der Erwartungen und Bedürfnisse lokaler Akteure.

Schema Abwasserentsorgungssystem Webinar 15.6.2020

Referent:

Philipp Beutler (Eawag) fasst die Aktivitäten und Erkenntnisse eines Projekts mit zwei Gemeinden und dem Amt für Umwelt Solothurn zusammen.

Moderatoren: Max Maurer (ETH, eawag) und Sara Engelhard

Inhalt:

DNA Sequenzierungs-Technologien eröffnen neue Möglichkeiten auch für den ARA Betrieb. Entsprechende Messgeräte werden immer schneller und kostengünstiger und in naher Zukunft ist mit online Sensoren zu rechnen. Mit der regelmässigen Untersuchung der Bakterienpopulation in verschiedenen Behandlungsstufen, können die Prozesse gezielter gesteuert und die ganze Anlage optimiert werden. Mikrobiologische Informationen unterstützen auch beim Monitoring von pathogenen Mikroorganismen.

Referentin:

Nina Gubser (Hunziker Betatech AG) referiert über die Möglichkeiten und aktuellen Entwicklungen dieser Technologien.

Inhalt:

Beim Aufbau des Kanalisationsnetzes steckte die Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR) noch in den Kinderschuhen. Um einen möglichst sicheren und robusten Betrieb zu gewährleisten, verzichtete man oft auf den Einsatz fragiler Steuerungen. Eine Generation später haben sich MSR, Fernübertragung und Steuerungstechnik massiv weiterentwickelt. Deshalb schlummert heute in den bestehenden Abwasseranlagen ein Potenzial zur Verbesserung des Gewässerschutzes, das durch die Vernetzung von Anlagen, Sensoren, Diensten und Prozessen für eine integrale Bewirtschaftung von Kanalnetz, ARA und Gewässer aktiviert werden kann.  

Referent:

Daniel Rensch (Mitglied der Leitung CC AR) wird uns aufzeigen, wie solche Systeme heute schon angewendet werden und was Sie zukünftig für eine integrale Bewirtschaftung bieten könnten. 

Inhalt:

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass die Ausbreitung des Virus mit den richtigen Massnahmen drastisch verlangsamt werden kann. Dabei spielt auch der Zeitpunkt eine Rolle, wann die Massnahmen in Kraft treten – jede Woche ist entscheidend, um Leben zu retten. Weil angesteckte Personen die Viren ausscheiden bevor sie starke Symptome zeigen und folglich klinisch getestet werden und die Viren in sehr geringen Konzentrationen im Abwasser detektiert werden können, werden bei zukünftigen Pandemien Messungen im Abwasser voraussichtlich eine zentrale Rolle spielen: Massnahmen können einerseits sehr früh und andererseits lokal beschränkt ergriffen werden. Im Vergleich zur Situation heute wären dies entscheidende Vorteile.

Referent:

Christoph Ort (Eawag) informiert uns über die Erkenntnisse, die er und sein Team aus den Corona-Untersuchungen der Proben von 12 Schweizer Kläranlagen gewonnen hat.

Inhalt:

Die integrierte und dynamische Bewirtschaftung der Wasserressourcen ist seit langem ein Anliegen des VSA und steht im Zentrum seiner Aktivitäten. Die praktische Umsetzung dieses Managements ist eine Herausforderung, jedoch zeigen verschiedene Beispiele in der Schweiz, dass es machbar ist und viele Vorteile bringt. Im Rahmen des VSA-Projekts GIRE (Integrale Betrachtung Kanalnetz-ARA-Gewässer: Anwendungsbeispiele) wurden fünf integrierte Wassermanagement Beispiele analysiert. Die wichtigsten Ergebnisse werden vorgestellt. Zusätzlich wurde ein Instrument zur Bewertung des dynamischen Managementpotenzials eines Abwassersystems evaluiert (PASST-CH), welches ebenfalls Gegenstand dieser Präsentation sein wird. Eine Website wurde zudem erstellt, um all diese Informationen zu sammeln. Sie werden die Möglichkeit haben, diese während des VSA-Webinars zu entdecken.

Referent: Luca Rossi

Moderator: Stefan Hasler

Inhalt:

Die Überwachung von Kleinkläranlagen ist wirtschaftlich problematisch, wenn die Sensoren wöchentlich gewartet werden müssen. In diesem Vortrag wird eine Methode vorgestellt, wie aus den ungenauen Signalen ungewarteter Sensoren mit Datenanalysetechniken relevante Informationen über den Reinigungsprozess gewonnen werden können. Diese Methode hat das Potenzial, die Reinigungsleistung von Kleinkläranlagen stark zu verbessern, und könnte auch für kommunale Kläranlagen interessant sein.

Referentin:

Mariane Schneider (Eawag) hat in den letzten fünf Jahren zum Thema Überwachung von Kleinkläranlagen geforscht und wird ihre Ergebnisse mit uns teilen. 

Inhalt:

Gemäss Gefährdungskarte Oberflächenabfluss sind in der Schweiz rund zwei Drittel aller Gebäude potenziell durch Oberflächenabfluss betroffen. Rund die Hälfte der Hochwasserschäden gehen nicht auf ausufernde Fliessgewässer und Seen, sondern auf oberflächlich abfliessendes Regenwasser zurück. Mit dem Klimawandel wird die Häufigkeit von Starkregenereignissen zunehmen.

An der Schnittstelle zwischen Gebäude- und Hochwasserschutzmassnahmen spielt die Siedlungsentwässerung eine zentrale Rolle zur Minimierung des Schadenrisikos, welches von Starkregen ausgeht.

Referent:

Reto Battaglia (Leiter CC Siedlungsentwässerung) zeigt uns, wie der VSA zukünftig die Naturgefahren in der Siedlungsentwässerung berücksichtigen und wie er das sog. «Integrierte Regenwasser¬management» etablieren will.

Inhalt:

Für viele Aufgaben der Siedlungsentwässerung ist die Abbildung des Kanalnetzes in einem Hydraulischen Modell von entscheidender Bedeutung. Bevor diese Modelle für weitergehende Projekte genutzt werden können, müssen Sie kalibriert werden. Neben der Flächeninformation, der Topologie des Kanalnetzes und weiterer Parameter stellt die Kenntnis um Menge und Verteilung des gefallenen Niederschlags eine wesentliche Eingangsgrösse für die Kalibrierung des Modells dar. 

In Basel Stadt wurden für die Kalibrierung des Kanalnetzmodells hochaufgelöste Radardaten verwendet. Diese wurden auf mehrere Bodenstationen kalibriert und erfolgreich für die Kalibrierung des Kanalnetzes verwendet.  

Referent:

Sebastian Würfel (Fachverantwortlicher Entwässerung im Tiefbauamt Basel Stadt) wird uns aufzeigen, wie die Radardaten verwendet werden, welche Vorteile sich daraus ergeben und welche Grenzen aktuell noch bestehen. 

 

Für den Nachweis eines gewässerverträglichen Betriebs von Kanalnetzen werden schmutzfrachtbasierte Betrachtungen vorgeschlagen [VSA RW-RL, 2019; DWA-A 102 – in Revision]. Eine adäquate Umsetzung dieser Empfehlung in der Praxis ist jedoch häufig mit einem hohen Aufwand für mess- und modelltechnische Untersuchungen verbunden, die Ergebnisse zuweilen nur bedingt aussagekräftig (räumliche und zeitliche Variabilität; fehlende Validierung). Nun stehen neue Ansätze, d.h. alternative Messmethoden und verbesserte Modellierungsansätze, zur Verfügung, die belastbarere Aussagen und eine einfachere Umsetzung versprechen.

Referent: Frank Blumensaat (Dozent an der ETH Zürich und Forschungsingenieur an der Eawag) zeigt anhand aktuell laufender Vorhaben die Vorteile einer immissionsorientierten Betrachtung auf, diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen alternativer, neuartiger Methoden  und illustriert die Realisierbarkeit in der Praxis.