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Merkblatt: Saugfahrzeuge mit integrierter Abwasservorbehandlung – Testphase (6-2020)

Frage

Im oben genannten Merkblatt sind auf Seite 4 die zu überprüfenden Parameter aufgeführt, u.a. aquatische Toxizität (Daphnientoxizität/Screeningtest).



Meine Fragen dazu: welche Verdünnungsstufen sollen getestet werden?
Nach DIN 38412 (L30):1989- 03?
Was wird hier unter Screeningtest verstanden?
Wie werden die Ergebnisse interpretiert?
Gibt es Schwellenwerte?

Antwort

Als Grundlage für die Interpretation der Daphnientoxizität und der Beurteilung hinsichtlich der Einleitung in ein Oberflächengewässer wird von einigen Fachstellen die Interpretationshilfe der Firma BMG (jetzt Econetta) verwendet. Diese Hilfe stützt sich auf die Praxis von einigen Labors und Vollzugsfachstellen ab, die in diesem Gebiet tätig sind oder waren. In der Regel arbeitet man mit Verdünnungsschritten ( z.B. 0, 2, 4  8 usw.). Als Grundlage dient idR der Test nach OECD 202 oder eigene Laborstandards, was Ihnen sicherlich bestens bekannt ist.


Als Schwellenwert für die Einleitung in ein Oberflächengewässer kann ein GD-Wert von 2 (bis 8) verwendet werden, d.h. nach zweifacher (bis 8-facher)  Verdünnung sollte das Abwasser bei der Einleitung in ein Oberflächengewässer keine akute Hemmung der Daphnien mehr verursachen. Der Vorfluter muss dabei stark in die Beurteilung einbezogen werden (Niedrigwasserführung, Durchmischung, weitere Verdünnung durch Zuflüsse usw.). Sind die Rahmenbedingungen gut, kann mit bis zu einem Wert GD 8 gearbeitet werden.


Um einen gewissen vorsorglichen Schutz der Gewässer zu erreichen, sollte eher von einem Schwellenwert von GD 2 ausgegangen werden (entspricht dann 50% der Ausgangskonzentration).