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Fachperson GEP

Als Ergänzung zum GEP-Leitfaden bietet der VSA die Ausbildungsreihe «Fachperson GEP» an. Die Ausbildungsreihe beinhaltet drei Fachkurse und vermittelt die wichtigsten Inhalte der GEP und richtet sich im Besonderen an jüngere Ingenieurinnen und Ingenieure. Die Fachperson-Ausbildung soll in erster Linie einen Teil der Ausbildung «on the job» ersetzen. Sie schliesst die Lücke zwischen der Grundausbildung auf Hochschulstufe und dem Erfahrungswissen aus der Berufspraxis.

Tabelle mit einer Zusammenfassung der drei GEP-Schulungsmodule: Grundlagen, Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter und Hydraulik und Oberflächenabfluss, mit Angabe der Dauer, des Inhalts und der Schwerpunktbereiche.

VSA-Ausweis «Fachperson GEP»

Das Kursangebot ist in drei Fachkurse unterteilt, welche einzeln buchbar sind. Für jeden Fachkurs wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Zur Erlangung des VSA-Ausweises «Fachperson GEP» muss für jeden Kurs eine Prüfung abgelegt werden. Die Reihenfolge, in welcher die Fachkurse besucht werden, spielt dabei keine Rolle. Die drei Kurse und die Prüfungen müssen zur Erlangung des VSA-Ausweises innerhalb von 10 Jahren besucht und abgelegt werden.

Neu ab 2026
Ende 2025 sind drei neue VSA-Publikationen erschienen. Diese wurden in die Kursinhalte integriert:

Der bisherige Kurs «Abwasserhydraulik» wurde abgelöst durch den neuen Kurs «GEP-Hydraulik und Oberflächenabfluss», welcher die neue Richtlinie «Hydraulische Beurteilung in der Siedlungsentwässerung» thematisiert. Um den bisherigen Kurs der Abwasserhydraulik (Detailhydraulik) auch weiterhin anbieten zu können, wird daraus ein eigenständiger Fachpersonenkurs «Siedlungshydraulik» gestaltet. Dieser wird voraussichtlich Ende 2026 / Anfangs 2027 zur Verfügung stehen.

Wichtige Hinweise

  • Sofern Sie den Kurs «Abwasserhydraulik» bereits besucht hatten, zählt dieser weiterhin als vollwertiger Kurs zur Erlangung des Fachausweises «Fachperson GEP». Sie müssen in diesem Falle den neuen Kurs «GEP-Hydraulik und Oberflächenabfluss» nicht besuchen.
  • Sofern Sie einen der bisherigen Kurse (nach altem Inhalt) besucht haben und die Prüfung noch nachholen möchten, melden Sie sich bitte beim VSA unter evelyn.maechler@vsa.ch
  • Bei Fragen melden Sie sich gerne bei evelyn.maechler@vsa.ch

Prüfungsreglement

Dieses Prüfungsreglement ist gültig für die Fachkurse und Prüfungen ab März 2026.

Einzelkurse

Alle drei Fachkurse können selbstverständlich auch als Einzelkurse ohne Abschlussprüfung besucht werden. Den Kursteilnehmenden wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. 

Voraussetzungen

Abgeschlossenes Studium und erste Erfahrungen bei der Bearbeitung von GEP (weitere Details in den einzelnen Kursbeschrieben unten).

Detailinformationen zu den Fachkursen

Dauer
2 Tage

Zielpublikum
Junge Ingenieur/innen, erfahrene Ingenieur/innen mit Ersteinstieg im GEP-Bereich, Mitarbeitende von Kantonalen Aufsichtsbehörden oder Baudirektionen.

Der Kurs richtet sich in erster Linie an GEP-Ingenieur/innen. Der Besuch ist jedoch auch für Vertreter/innen von Gemeinde, Bauverwaltungen, ARA-Verbänden und kantonalen Verwaltungen, die beruflich mit GEP zu tun haben, empfehlenswert. Gewisse Themen werden, aufgrund der Hauptausrichtung auf Ingenieur/innen, welche die GEP erarbeiten, vertiefter behandelt, als ggf. die Arbeit von anderen Teilnehmenden umfasst. Der Kurs erlaubt jedoch allen Teilnehmenden einen Übersicht über den GEP zu gewinnen.

Voraussetzungen
Erste Erfahrungen bei der Bearbeitung von GEP oder allgemein im Bereich Siedlungsentwässerung
von Vorteil. 

Inhalte
Thema des Fachkurses ist der Generelle Entwässerungsplan (GEP) als zentrales Planungsinstrument der Siedlungsentwässerung. Im Kurs wird aufgezeigt, wie ein GEP organisiert, erarbeitet und genutzt wird. Für alle Teilprojekte des GEP wird eine Übersicht über den Inhalt gegeben, wobei ausgewählte Aspekte vertieft betrachtet werden. Zudem wird auf die Sicht von Gemeinden und Behörden eingegangen.

Prüfung
Schriftliche Abschlussprüfung.

Ziele
Die Teilnehmenden lernen, was ein GEP beinhaltet und können erläutern, welche Rolle er in der Umsetzung der Siedlungsentwässerung einnimmt. Zudem wissen Sie, welche Stellen beteiligt sind, was deren Aufgaben sind und können erklären, wie die einzelnen Teilprojekte ineinander greifen. Für die vertieft betrachteten Teilprojekte kennen sie die Vorgehensweise für die Erarbeitung und die wichtigsten Grundlagen.

Dauer
2 Tage

Zielpublikum
Der Kurs richtet sich an Ingenieur/innen mit Erfahrung in der generellen Entwässerungsplanung, Mitarbeitende von kantonalen Gewässerschutzfachstellen oder Baudirektionen, welche GEP und ähnliche übergeordnete Entwässerungsplanungen begleiten und genehmigen. Er bietet einen Ersteinstieg in die Planungsabläufe zur Beurteilung der Gewässerbelastung durch die Einleitung von entlastetem Misch- oder Niederschlagsabwasser in die Gewässer nach der VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter».

Voraussetzungen
Sie haben bereits bei der Erarbeitung eines GEP/VGEP mitgewirkt, idealerweise in den Teilprojekten Gewässer und Entwässerungskonzept und bringen im Idealfall Erfahrungen mit hydraulischen Berechnungen/Simulationswerkzeugen mit.

Inhalte
Der Fachkurs zeigt auf, wie im Rahmen von übergeordneten Entwässerungsplanungen (GEP, VGEP o.ä.) der Einfluss der Einleitungen von entlastetem Misch- oder Niederschlagsabwasser auf die Gewässer nach der VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter» beurteilt werden kann. Ein Fokus liegt dabei auf der Arbeit in einem interdisziplinären Team und der Abklärung der Notwendigkeit einer Massnahmenprüfung nach STORM. Dabei werden auch die Grundzüge der Gewässeruntersuchung vermittelt und die Rolle des GEP-Ingenieurs anhand eines praktischen Beispiels am Gewässer erläutert.

Ein besonderes Augenmerk wird zudem der Massnahmenplanung selbst gewidmet und mögliche Massnahmen im Siedlungsgebiet, im Kanalnetz und im Gewässer aufgezeigt. In kleineren Gruppen werden Fallbeispiele analysiert und Lösungsansätze gemeinsam erörtert.

Prüfung
Schriftliche Abschlussprüfung.

Ziel
Die Teilnehmenden sind in der Lage mit der VSA-Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter» zu arbeiten und wissen, welche Module im Rahmen der übergeordneten Entwässerungsplanung relevant sind. Sie kennen die Planungsabläufe für die Beurteilung von Niederschlags- und Mischabwassereinleitungen sowie die Massnahmenprüfung nach STORM. Sie haben ein ganzheitliches Verständnis der Massnahmenplanung zur Verminderung des Einflusses der Siedlungsentwässerung auf die Gewässer und sind in der Lage einen fachlichen Austausch im interdisziplinären Team mit Gewässerökologen zu führen.

Dauer
2 Tage

Zielpublikum
Junge Ingenieur/innen, erfahrene Ingenieur/innen im Bereich GEP-Hydraulik.

Voraussetzungen
Erfahrung in der Erarbeitung eines GEPs – idealerweise in den Teilprojekten Entwässerungskonzept und Oberflächenabfluss. Kenntnisse in hydraulischen Berechnungen sowie in Simulationswerkzeugen runden Ihr Profil ab.

Inhalte
Der Fachkurs lehrt die Inhalte der VSA-Richtlinie «Hydraulische Beurteilung in der Siedlungsentwässerung». Es werden die entsprechenden Methodiken und Vorgehen vermittelt. Ein weiterer Inhalt ist die Gefährdung durch Oberflächenabfluss im Siedlungsgebiet und dessen Analyse.

Prüfung
Schriftliche Abschlussprüfung.

Ziel
Die Teilnehmenden kennen die Inhalte der VSA-Richtlinie «Hydraulische Beurteilung in der Siedlungsentwässerung». Die Teilnehmenden wissen, was ein risikobasiertes Vorgehen bedeutet, und können dieses in Fragestellungen der Siedlungsentwässerung anwenden.
Im Rahmen einer GEP-Überarbeitung können die Teilnehmenden die hydraulische Beurteilung eines Kanalnetzes gemäss der neuen Richtlinie «Hydraulische Beurteilung in der Siedlungsentwässerung» vornehmen. Sie können die Methodik zielgerichtet einsetzten, kennen die Randbedingungen und können für jeweilige Gemeinden/Städte ein angepasstes und sinnvolles Vorgehen vorschlagen und umsetzten.

Die Teilnehmenden wissen, wie die Gefährdung durch Oberflächenabfluss im Siedlungsgebiet analysiert werden kann, kennen die Schnittstellen zur Siedlungsentwässerung und können konkrete Vorschläge zum weiteren Vorgehen von der Massnahmenplanung bis zur Umsetzung machen.

Ziel ist nicht, dass ein hydraulisches Modell erstellt und bedient werden kann. Das Thema Langzeitsimulation für Gewässerschutznachweise ist nicht Inhalt des Kurses.

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