VSA-Stellungnahme zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

Das Thema Pestizide sorgt immer wieder für negative Schlagzeilen (schlechter Zustand der Schweizer Gewässer, generelle Beeinträchtigung der Biodiver-sität, Bienensterben, unabsehbare Gesundheitsrisiken etc.). Der NAP soll einen wirksamen Beitrag leisten, um die vorhandenen Defizite und Probleme zu lösen. Der VSA begrüsst grundsätzlich die Stossrichtungen des NAP.

Gemäss NAP sollen mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen die heutigen Risiken von PSM halbiert werden. Der NAP schlägt dafür Mass-nahmen in ganz unterschiedlichen Bereichen vor. Wir begrüssen diese Breite der Massnahmen, sie muss unbedingt beibehalten werden. Nur wenn in allen Bereichen – von der Zulassung über die Forschung bis zu den einzelnen Landwirtschaftsbetrieben – griffige Massnahmen ergriffen werden, können die geforderten Reduktionsziele erreicht werden. Insbesondere Massnahmen zur Reduktion der PSM Anwendungen sind wichtig und können wesentlich zur Reduktion aller Risiken beitragen. Gemäss den im Kap. 6.1.1 vorgesehenen Massnahmen zur Reduktion der PSM-Anwendungen kann der PSM-Einsatz in den nächsten 10 Jahren aber um bloss 12% reduziert werden. Dies ist viel zu wenig, um die geforderte Risikoreduktion zu erreichen. Wir bezweifeln stark, dass die vorgeschlagenen Ziele mit den im NAP erwähnten Massnahmen erreicht werden können. Sowohl das Ziel, die heutigen Risiken von PSM zu hal-bieren, als auch die dazu formulierten Massnahmen gehen dem VSA deshalb deutlich zu wenig weit.

  • Publikationsjahr:  2017

Zurück zur Übersicht