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Sammlung guter Beispiele ARA-Umnutzung

Bei der Aufhebung von Abwasserreinigungsanlagen bleibt in der Regel ein Teil des Areals weiterhin für Anlagen der Abwasserentsorgung in Nutzung. Dazu zählen beispielsweise Regenüberlaufbecken, Pumpwerke oder weitere Infrastrukturen, die auch nach dem Zusammenschluss erforderlich sind. Diese Flächen sollen langfristig für die öffentliche Abwasserentsorgung gesichert werden.

Die verbleibenden Flächen sowie die nicht mehr benötigten technischen Infrastrukturen eröffnen jedoch vielfältige Möglichkeiten für neue Nutzungen. Sie können zu wertvollen Lebens- und Freiräumen entwickelt oder anderen Zwecken zugeführt werden. Unsere Beispielsammlung veranschaulicht die grosse Bandbreite solcher Umnutzungen: Sie reicht von ökologischen Aufwertungen wie Flussrevitalisierungen und der Schaffung von Biotopen über Freizeit- und Bildungsangebote bis hin zu Standorten für Gewerbe, Industrie oder kommunale Nutzungen.

In unserer Sammlung finden Sie verschiedene Beispiele solcher Umnutzungen – inspirierend, praxisnah und mit grosser thematischer Breite. Filtern Sie die Projekte über die unten stehenden Kategorien oder suchen Sie gezielt nach Stichworten. Für die Suche nach Beispielen in Ihrer Umgebung steht Ihnen zudem die Kartensuche zur Verfügung.

Die Sammlung wird laufend erweitert. Mit der Erfassungsmaske ARA-Umnutzung können Sie ein gelungenes Projekt einfach erfassen und zur Sammlung beitragen.

Damit gute Ideen sichtbar werden und andere Gemeinden von Ihren Erfahrungen profitieren.

Kategorien der Umsetzung
Luftbild mit der ehemaligen ARA Rohrbach (Stand 2004)

ARA Rohrbach/Huttwil: vom Infrastrukturstandort zum Gewerbeareal

Bereits während der Stilllegung der ARA Rohrbach/Huttwil wurden konkrete Käufer in die Planung einbezogen. Nach dem Rückbau entstand auf dem ehemaligen Kläranlagengelände ein Gewerbestandort mit neuer Überbauung, während einzelne wasserwirtschaftliche Infrastrukturen bis heute weiterbetrieben werden
Satellitenfoto mit ARA Frinvillier

Das Gelände der ehemaligen ARA Frinvillier ist wieder Teil der Natur

Die ARA Frinvillier behandelte fast 30 Jahre lang die Abwässer von mehreren Gemeinden und einer Papierfabrik im Berner Jura. Dann wurde sie aufgehoben. Die ARA lag unmittelbar am Ufer der Schüss. Nach erfolgtem Rückbau der Anlage wurde das Gelände ökologisch aufgewertet und der Natur zurückgegeben.
Wo früher Abwasser gereinigt wurde, werden heute Nahrungsmittel produziert. (Stand 2012)

Das Gelände der ehemaligen ARA Lotzwil ist wieder Landwirtschaftsland

Obwohl für die ehemalige ARA Lotzwil zeitweise sogar eine Auenlandschaft entlang der Langeten diskutiert wurde, entstand letztlich wieder Kulturland. Heute wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt.
renaturiertes Becken mit begehbarer Brücke.

Die Umnutzung der ARA Werdhölzli zur öffentlichen Grillstelle

Wo früher Abwasser gereinigt wurde, treffen sich heute Familien, Vereine und Firmen zum Grillieren am Wasser. Mit der Umnutzung stillgelegter Klärbecken der ARA Werdhölzli hat die Stadt Zürich ein ungewöhnliches Infrastrukturprojekt in einen öffentlich zugänglichen Naherholungsraum verwandelt.
ARA Region Belp

Umnutzung der ARA Belp – Anschluss an die ara region bern ag

Umnutzung der ARA Belp – Anschluss an die ara region bern ag
Luftaufnahme eines Industriekomplexes mit mehreren Gebäuden, Straßen und Grünflächen in der Nähe von bewaldeten Hügeln und einer abschüssigen Böschung.

Umnutzung der ehemaligen ARA Erstfeld zur Fischzucht: Das Basis 57 Projekt

Mit dem Projekt Basis 57 verwandelt sich die frühere Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Erstfeld (UR) in eine hochmoderne Fischzucht, die Bergwasser aus dem Gotthard-Basistunnel nutzt. Das Vorhaben verbindet Kreislaufwirtschaft, regionale Wertschöpfung und Innovation – steht aber auch vor finanzielle
Die Südfassade wurde mit einer grossen Öffnung versehen. Das entnommene Material wurde für die Gestaltung des Eingangs mit Treppenstufen und Sitzgelegenheit verwendet. Die Eingriffe am Beton (Einschnitte und Ausfräsungen) sind farbig markiert.

Vom Klärbecken zum Kinderparadies: Die Umnutzung der ARA Aproz

Mitten im Walliser Dorf Aproz wurde aus einem stillgelegten Klärbecken ein aussergewöhnlicher Spiel- und Begegnungsraum. Statt die ehemalige Abwasserreinigungsanlage (ARA) zurückzubauen, entschieden sich die Projektverantwortlichen für eine kreative Umnutzung des bestehenden Bauwerks. Das Projekt ze
Luftbild der ehemaligen ARA Langenthal, mit dem Zulaufbauwerk inkl. separater Regenwassernotentlastung (ganz im Süden) bereits im Betrieb (Stand 2004)

Von der ARA Langenthal zum Wirtschaftsstandort – Aufbruch am Stadtrand

Nach der Stilllegung der ARA Langenthal wurden ihre Anlagen vollständig rückgebaut und das Gelände für eine neue Nutzung vorbereitet. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Kläranlagenstandort eine Gewerbehalle in einer Arbeitszone und damit ein Beispiel erfolgreicher Innenentwicklung.
Luftbild mit der ehemaligen ARA Aarwangen (Stand 1998)

Von der ehemaligen ARA Aarwangen zum Naturschutzgebiet

Nach der Stilllegung der ARA Aarwangen wurden deren Einrichtungen vollständig rückgebaut und das Gelände als naturschutzrechtliche Ersatzmassnahme renaturiert. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Kläranlagenstandort ein Naturschutzgebiet im Eigentum von Pro Natura.
Aussenaussicht der ehemaligen ARA Aïre

Von der ehemaligen Schlammbehandlungsanlage der ARA Aïre zum selbstverwalteten Kulturzentrum Porteous

Ein verlassenes Industriegebäude aus den 1960er-Jahren, eine kreative Besetzung, politisches Ringen und eine Vision für eine gemeinschaftlich gestaltete Stadt: Die Umnutzung der ehemaligen Schlammbehandlungsanlage der ARA Aïre zeigt, wie industrielle Relikte zu lebendigen Kulturorten werden können.
Spielplatz Attisholz

Von der Kläranlage zum Spielraum: Attisholz Süd neu belebt

Wo einst Industrieabwässer gereinigt wurden, toben heute Kinder, flanieren Spaziergänger und begegnen sich Menschen zwischen Wasser, Beton und Grün. Die Umnutzung der ehemaligen ARA im Attisholz Süd zeigt, wie Industrieerbe zwischen Geschichte, Nachhaltigkeit und Zukunft neu belebt wird.